Der Spielplatz an der Rohrbeckstraße und der nebenliegende sogenannte Senkgarten liegen zentral im Quartier. Während der Spielplatz ein Treffpunkt für Familien ist, nutzen andere den Senkgarten als Hundeauslaufplatz. Der zugewachsene Senkgarten, dessen einstige Anlage nur noch schwer erkennbar ist und der Spielplatz, dessen Spielgeräte in der prallen Sonne stehen, brauchen unbedingt eine Erneuerung. Deshalb plant der Fachbereich Grünflächen des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg eine umfassende Neugestaltung.
Entstehen soll bis 2028 ein attraktiver, inklusiver und generationsübergreifender Spiel- und Bewegungsraum. Der Senkgarten soll wieder ein Treffpunkt in der Nachbarschaft werden, wo man nicht nur Ruhe finden, sondern sich auch zu einem kleinen Schwatz treffen kann. Damit sich auf diesen beiden Flächen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen wohlfühlen, werden sie in einem mehrstufigen Bürgerbeteiligungsverfahren eingebunden und können dort ihre Wünsche und Bedürfnisse vorbringen.
Erste Aktionen haben bereits stattgefunden: Umfrage unter Bewohner*innen aus der Umgebung, eine Mal-Aktion mit Kindern aus Kitas und Schulen und der Villa Holz sowie eine Foto-Rallye mit Jugendlichen, die ihre Wohlfühlorte fotografierten und Ideen für Sport- und Treffpunkte kreativ gestalteten. Parallel lief eine Umfrage auf der Plattform mein.berlin.de, an der sich ebenfalls Anwohnende beteiligten.
Nun fand am 16. Juli 2026 ein Workshop statt. Bei einem Rundgang wurde anhand des Ist-Zustandes erläutert, welche Planungsideen es bereits gibt und wie man sie umsetzen könnte. Denn nicht alles, was gewünscht oder vorgeschlagen wurde, ist auch realisierbar, wie beispielsweise ein Regenbogentrampolin oder ein Bällebad. Auch ein „Fußballkäfig“ oder ein Kletterturm mit Riesenrutsche wird es wohl nicht geben. Und in dem Gebäude neben dem Senkgarten, wo einst Filme über die Leinwand flimmerten, wird ziemlich sicher auch kein Kino mehr einziehen. Aber ein Platz für Picknick im Schatten, der ganz oben auf der Wunschliste der Bewohner*innen stand, ist da schon eher im Bereich des Möglichen. Überhaupt sollte es mehr schattenspendende Bäume geben, angesichts der zu erwartenden heißen Sommer ganz verständlich.
In kleinen Gruppen tauschten sich die Teilnehmenden anschließend aus: Wo fehlen noch Bäume, wo könnten Bänke stehen, welche Sportangebote ließen sich integrieren und wie richtet man ein gutes Regenwassermanagement ein? Als nächste Schritte sind eine Bürgersprechstunde und eine Präsentation der Entwurfsplanung vorgesehen.
