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Auch nach 21. Jahren ist die Erinnerung an ihren gewaltsamen Tod nicht verblasst. Ihr Mut, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, bleibt bis heute ein starkes Symbol im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt, betont das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Zusammen mit Bürgermeister Jörn Oltmann und seinem Amtskollegen aus Neukölln, Martin Hikel, waren Vertreterinnen und Vertreter aus den Bezirksämtern und aus Einrichtungen der Präventions- und Beratungsarbeit zum Gedenkstein an der Oberlandstraße gekommen. In diesem Jahr dabei auch ihr Sohn Can, der mit fünf Jahren seine Mutter verlor, weil sie selbstbestimmt leben wollte.
Bei einem Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner sagte er, er habe eine Stimme und die wolle er für das Richtige einsetzen, berichtet der Tagesspiegel. Im vergangenen Jahr äußerte er sich dazu erstmals in den sozialen Netzwerken. Das große Interesse habe ihn überrascht. Viele junge Frauen wollten ihm ihre Geschichte erzählen. Der Regierende Bürgermeister betont, mehr für den Schutz von Frauen tun zu wollen und insbesondere gegen die Gefahr sogenannter „Ehrenmorde“ vorzugehen. Auch wenn demnächst das neunte Berliner Frauenhaus öffnen würde, fehle es an Schutzräumen für Frauen und qualifizierten Ansprechpersonen, sagte Bildungs- und Familiensenatorin Günther-Wünsch. Nahezu alle Mädchen in ihrer Einrichtung seien von Zwangsehen oder Jugendehen betroffen, betonte Sevil Yildirim vom Mädchentreff „MaDonna“. 

In zwei Videos erzählt Can Sürücu erstmals seine Geschichte auf YouTube. Part 1, Part 2