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Zum 7. Forum Germaniagarten hatten Bezirksstadrätin für Stadtentwicklung Eva Majewski und das QM-Team am 18. April 2024 in den Gemeindesaal der Serbisch-Orthodoxen Kirche eingeladen. Diakon Predrag Jankovic nutzte die Gelegenheit, die Kirche und ihre Gemeindearbeit zu präsentieren. Es freue ihn, dass in letzter Zeit nicht nur Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien kämen, sondern aus aller Welt. Sie besuchten nicht nur die Gottesdienste, sondern würden auch die vielen weiteren Angebote wahrnehmen wie das Familien-Café am Freitag von 17.00 bis 18.45 Uhr, die Gespräche mit den Stadtteilmüttern am Donnerstag von 12.00 bis 14.00 Uhr, sowie weitere Beratungen, Workshops und Kinderveranstaltungen.

Im Anschluss stelle sich das neue QM-Team mit Yumi Neder, Manuel Kuhn und Seira Kerber kurz vor und begrüßte die zahlreichen Gäste. 

Diakon Predrag Jankovic stellt die Arbeit der Gemeinde vor.

Beim Tagesordnungspunkt „Kiez aktuell“ gab es wie immer viel Gesprächsbedarf zum Dauerthema Müll. Eine Anwohnerin würde sich gerne mit anderen an Säuberungsaktionen beteiligen, auch in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement. Die Bezirkskoordinatorin für die bezirklichen QM-Gebiete, Corinna Lippert, verwies auf den leider verregneten Sperrmüll-Kieztag im vergangenen Jahr, der vom QM organisiert worden war. Solche Angebote wären auch über das Bezirksamt möglich. Zweimal im Jahr könnte es Aktionen dazu geben, ergänzte Stadträtin Eva Majewski und verwies auf die App des Ordnungsamtes, mit der Vermüllung gemeldet werden könne. Eine gute Gelegenheit für nachbarschaftliches Engagement wäre auch der „Cleanup-Day“ jedes Jahr im September. Quartiersmanagerin Seira Kerber informierte, dass für 2025 ein Projekt zum Thema Sauberkeit in Vorbereitung ist. Das im Oktober 2022 gestartete und bis Ende 2024 laufende Projekt „Keep the Kiez clean“ wurde vom Träger frühzeitig beendet, da es personell nicht weiter besetzt werden konnte. Aber selbst organisierte, kurzfristige Aktionen könnten über den Aktionsfonds gefördert werden, um beispielsweise Material wie Mülltüten, Zangen oder ähnliches zu kaufen.

Das Forum Germaniagarten zu Gast in der Serbisch-Orthodoxen Kirchengemeinde.

Quartiersratssprecher Jens Fessel machte auf ein anderes Problem aufmerksam: Die im September 2023 eingeweihte „Bücherbox“ gleich neben der „Villa Holz“ würde zwar genutzt, aber leider auch häufig zweckentfremdet und ausgeräumt. Er regte an zu überlegen, ob man vielleicht einen besseren Standort finden könne. Zudem müsse sie sichtbarer werden, damit die Nachbarschaft das Angebot besser annimmt. Bezirkskoordinatorin Corinna Lippert regte Patenschaften für die Bücherbox an. Dadurch würde die Box regelmäßiger kontrolliert. Predrag Jankovic von der Kirchengemeinde machte den Vorschlag, die Box bei ihnen aufzustellen. Sie würde sich schnell füllen, da sie öfter Bücher geschenkt bekämen. Ob die Bücherbox eine neuen Ort bekommt oder die Kirchengemeinde eine eigene erhält, soll nun weiter überlegt werden.

Sprecher Jens Fessel spricht über die Arbeit des Quartiersrates.

Zu den Gästen des Forums Germaniagarten gehörte auch der Bewegungskoordinator Max Günther von „bwgt e. V.“. Er berät Interessierte zu den vorhandenen Sport- und Bewegungsangeboten im Bezirk von Sportvereinen sowie kommerziellen oder kostenfreien Inititiativen per Telefon (0157-54762597) sowie via E-Mail,  Facebook oder Instagram. 

Ein weiteres Anliegen: Eltern, Kinder und Mitarbeitende möchten die Grünfläche vor der Kita Paradiesvögel aufwerten und zu einem Ort der Begegnung neu gestalten. Deshalb soll eine gemütliche Sitzbank aufgestellt werden, informierte Kitaleiterin Ikhlas Iraqi. 

Bewohnerin Silvia Pennacchietti machte noch einmal auf das Problem “Radwege im Kiez” aufmerksam. Besonders der an der Eschersheimer Straße sei sehr gefährlich und unbenutzbar. Sie fragte nach dem Stand des Ausbaus als Fahrradstraße, was schließlich auf einen Beschluss der BVV von 2023 zurückgeht. Dazu gäbe es noch keinen Termin, so Corinna Lippert. Frühestens 2025 könne das Straßenbauamt untersuchen, ob Kapazitäten dafür zur Verfügung stünden. Aber auf der Oberlandstraße, ebenfalls ein Verkehrsschwerpunkt im Kiez, ist vorgesehen, Mitte des Jahres Vorstreckungen zu bauen, die eine bessere Sicht ermöglichen sollen und somit das Überqueren erleichtern. Dazu fehle aktuell jedoch noch die Anordnung der Senatsverwaltung für Verkehr.

Tanja Kamal und ihre Kollege informieren über die Internetwache.

Beim vergangenen Forum Germaniagarten wurde über Einbrüche im Gebiet des Bärenparks aufmerksam gemacht sowie über Belästigungen von Kindern aus der „Villa Holz“. Polizeihauptkommissarin Tanja Kamal vom Präventionsteam des Polizeiabschnitts 44 hatte dazu keine Anzeigen vorliegen. Sie verwies auf die Internetwache der Berliner Polizei, die jegliche Art von Anzeigen, Beschwerden und Hinweisen entgegennimmt.

Quartiersratssprecher Jens Fessel nahm das Forum Germaniagarten zum Anlass, die Aufgaben dieses ehrenamtlichen Gremiums zu erläutern. Es werden noch Bewohnerinnen und Bewohner gesucht, die sich aktiv an der Entwicklung des Quartiers beteiligen möchten.

Lukas Matzkows, stellvertretender Leiter des Ehrenamtsbüro Tempelhof-Schöneberg, stellte das Projekt „Aktion RaumÖffnen“ vor. Beteiligen können sich Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten sowie Organisationen und Einrichtungen, die Ehrenamtliche brauchen. In einer Datenbank werden die Ehrenamtlichen erfasst und mit den Ehrenamtssuchenden zusammengebracht. Wer möchte, kann sich an der Volkshochschule auf diesem Gebiet weiterbilden. 

Das Ehrenamtsbüro Tempelhof-Schöneberg sucht ehrenamtlich arbeitende Menschen.

Im Quartier gibt es ein neues Projekt: „Netzwerk Nachbarschaft – Sommerfest Germaniagarten“. Der Trägerverein „stadt.mensch.berlin“ stellte sich und das Projekt vor. Hauptziel sei die Organisation des diesjährigen Sommerfestes am 15. September 2024 sowie die kommenden Sommerfeste der nächsten Jahre. Dazu werden noch Ideen gesucht und Menschen, die sie bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützen. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail melden. Sie wollen aber auch andere Themen angehen und dazu monatlich ein Treffen anbieten. Demnächst wird es dazu Infoflyer und eine Website geben. 

Zwei Vertreterinnen von der „outreach“gGmbH, die sich mit mobiler und sozialräumlich orientierter Jugendarbeit beschäftigt und seit einiger Zeit auch im Kiez aktiv ist, erarbeiten derzeit mit Jugendlichen Ideen für das Sommerfest und wollen sich auch beteiligen.

Lea Nassim Tajbakhs von der „Ackerpause“, dem Träger des Projektes „Quartiersküche Germaniagarten – gemeinsam schmeckt’s am besten!“, verwies auf den „Tag der Städtebauförderung“ am 4. Mai, wo das Projekt einen Jungpflanzenworkshop, das Herstellen von Seedballs und ein Lernspiel zum Thema Biodiversität anbieten möchte. 

Angeregte Gespräche auch nach dem Forum Germaniagarten.

Den nächsten Termin für das 8. Forum Germaniagarten kann man sich bereits vormerken:  8. Oktober 2024, 18 bis 20 Uhr. Der Ort wird noch bekanntgegeben.

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